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Was Ihr Körper jetzt braucht.
Die Gebärmutter einer erwachsenen Frau wiegt im nicht schwangeren Zustand ca. 80 – 120 Gramm. Zum Geburtstermin erreicht sie mit Kind, Plazenta und Fruchtwasser ein Gewicht von ca. 5 – 6 kg. Nach der Geburt schrumpft sie innerhalb weniger Tage von ca. 30 cm auf etwa 10 cm. Nach spätestens zwei Wochen sollte sich Ihre Gebärmutter so weit zurückgebildet haben, dass Sie diese nicht mehr tasten können. Stillen fördert die Rückbildungsvorgänge im Wochenbett und die Gebärmutter schrumpft schneller wieder auf ihre normale Größe.

Auch der Beckenboden muss sich nach der Geburt zurückbilden. Der Beckenboden ist die Muskelplatte, die das Becken nach unten hin abschließt, die Scheide umgibt und den inneren Organen Halt gibt. Während der Schwangerschaft und bei der der Geburt wurde er stark beansprucht und gedehnt. Doch Sie können die Rückbildung Ihres Beckenbodens aktiv unterstützen: Ihr Körper braucht nach der Geburt zwar Ruhe und Schonung, aber auch angepasste Bewegung, um die Rückbildung der Gebärmutter zu fördern und den Beckenboden zu kräftigen.

In den ersten Wochenbetttagen – sei es in der Klinik oder zu Hause – können erste, einfache Übungen durchgeführt werden. Hebammen und Krankengymnastinnen zeigen Ihnen die rückbildungsfördernde Bauchlage, die mehrmals am Tag – besonders nach dem Stillen – eingenommen werden kann. Einfache Beckenbodenübungen unterstützen die Rückbildungsvorgänge. Aktives Anspannen von Bauch- und Beckenbodenmuskulatur sollten Sie in dieser frühen Phase aber noch vermeiden.

Melden Sie sich nach dem Wochenbett zu einem Rückbildungs- gymnastikkurs an – z. B. bei einer Hebamme. Dort lernen Sie, die Muskulatur des Beckenbodens wahrzunehmen, zu stabilisieren und in ganz alltägliche Bewegungsabläufe zu integrieren. Das ist die beste Vorsorge gegen Senkungsbeschwerden und erste Anzeichen von Blasenschwäche und verhilft Ihnen schnell wieder zu einem positiven Körpergefühl.